Monday, May 12, 2008

Freitag Abend

Paul erreichte noch von dem matt betrunkenen Gefühl der Beerdigung die Gartentür seines Hauses. Einen Augenblick sah er in den inzwischen fast schwarzen Himmel und ließ die Tropfen auf sein Gesicht nieseln. Er beschloss zuhause weiterzutrinken, setzte sich noch im Mantel mit einer Flasche Vodka in den alten Sessel, rauchte und verlor seinen Blick und seine Gedanken in der Dunkelheit des Raums.
Die Stimmung war sehr traurig und grauselig. Diese wahnsinnige Stimme machte ihm verrückter und trauriger. Dieses traurige Geschehen war genauso transparent vor seinen Augen, wie stilles Wasser im Glass. Er wollte eigentlich das A und O des Lebens verstehen. Irgendwie fand er es aber sehr schwierig. Er war so tief in seinen Gedanken, dass er die äußere Welt aus Augen verlor. Die Blumen, die vor ihm in einer Vase standen, sagten als ob,“ Du bist Loser“! War er wirklich ein Loser? Was hat ihm ein Loser gemacht? Will er sein Lebenslang im gleichen Stand leben? Will er kein normales Leben, wie anderen, führen? Warum machte er sich selbst so unglücklich? Machte er den anderen auch unglücklich? Meinte er nicht, dass die Andere auch mit dem Wasser kochten!
Meine Güte! So viele Fragen! Aber Wie wird Paul die Antworte bekommen? Wer wird dann diese Fragen beantworten UND Paul von dieser Lebenssituation befreien?
Die Zeit! Die Zeit war die beste Lösung dafür!

Saturday, May 3, 2008

Steinchen......

Johanna ging nachdenklich durch den Herbstwald nach Hause. Nach einem anstrengenden Tag mochte sie den Weg entlang spaziergehen. Das machte sie hin und wieder. Es war heute unterwegs windig. Die Luft war zu der Stunde recht kühl und feucht. Braungelbes Laub wirbelte rasch über den Weg. Der Wind wehte ihr die Haare immer wieder ins Gesicht. Sie war nachdenklich und so versunken in ihre Gedanken, dass sie nicht einmal bemerkte, dass das Wetter heute unfreundlich war. Plötlizlich stutzte sie und bückte sich. Zwischen den welken Blättern lag ein kleiner Stein, der sehr auffällig war. Sie nahm das Steinchen in die Hand und betastete es mit ihren Fingern. Ihre Miene wurde sofort kalt und unbewegt, weil es kein üblicher Stein war. Auf dem Stein war eine goldene, glitzernde Krone aufgeklebt. Sie wandte ihren Blick nicht davon  ab. Ihr Gesicht war ernsthafter geworden. Sie spürte, wie ihr das Blut langsam aus dem Gesicht wich. Ihr Herz schlug doppelt so schnell. War es das gleiche Steinchen, in das sie leidenschaftlich eine goldene, glitzernde Krone eingraviert und später ihm geschenkt hatte, dachte sie. Genau guckte sie das Steinchen ab, wie es aussah. Die gleiche Form, dreieckig, die gleiche Farbe, weiß-grau! Und das glitzernde Material war immer noch leuchtend und prächtig, wie damals. Das war der Grund, warum ihr das Steinchen heute zwischen den welken Blättern aufgefallen war. Plötzlich erinnerte sie sich an etwas und schaute die Rückseite des flachen Steinchens an. Zu ihrer großen Überraschung waren die Namen immer noch darauf. Die Namen hatten sie zu Tränen gerührt. Sie holte tief Luft und murmelte Johanna -Ulf !